Master-Arbeit von Nora Ströbel

Unter dem Motto »es bleibt spannend« fragt Andreas Langfeld, selbst Absolvent der Folkwang UdK, Absolventen nach ihren Erfahrungen beim Fotografie-Studium und nach ihren Plänen für die Zukunft. Für die vierte Folge sprach Andreas Langfeld mit Nora Ströbel, die zunächst an der Bauhaus-Uni in Weimar ein Bachelor-Studium der Medienkunst absolvierte und anschließend an der Fachhochschule einen Master im Studiengang Fotografie und Medien. Ergänzend zum Interview in PHOTONEWS Juli-August 2015 stellen wir hier ihre Arbeit »Die Dringlichkeit der Dinge« hier vor:

 

Symposium #Bildwirklichkeiten in Dortmund

Im Fachbereich Design der Fachhochschule Dortmund findet am 3. Juli 2015 ein Symposium statt. Zum Thema #Bildwirklichkeiten halten die Referenten aus foto- und medienwissenschaftlichen Bereichen Vorträge über die Wahrheit und Ethik der Bilder, ihren medialen Gebrauch, und versuchen im Angesicht des aktuellen Zeitgeschehens den Diskurs um den Konsum und das Lesen von Bildern zu deuten.
Von 10 bis 14 Uhr werden u.a. Christoph Bangert, Kriegsfotograf und -journalist, Dr. Peter Holzwarth, Dozent an der PH Zürich und Lars Boering, der managing director von World Press Photo, ihren jeweiligen Standpunkt zu diesem Thema zur Diskussion stellen und Einblicke in ihre Arbeitswelt geben. Nach 14 Uhr wird im Anschluss an die Vortragsreihe der Film Above and Below von Nicolas Steiner gezeigt, Gewinnerfilm des Deutschen Dokumentarfilmmusikpreis sowie des Millenium Award 2015.

Adresse: Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Design, Max-Ophüls-Platz 2, 44137 Dortmund. Eintritt frei

++ Triennale-Ticker Nr. 21 ++

Phillip Toledano und Sabine Schnakenberg, Kuratorin der Ausstellung
Phillip Toledano und Sabine Schnakenberg, Kuratorin der Ausstellung

Manch einer wird sich vielleicht wundern, dass wir in unseren »Tickern« noch nicht auf die Ausstellung von Phillip Toledano im Haus der Photographie hingewiesen haben. Doch in diesem Fall folgt ein Hinweis auf das gedruckte Heft, die PHOTONEWS-Ausgabe Juli-August 2015, die am 30. Juni erscheint (aufgrund des Poststreiks womöglich zum Teil aber verspätet ankommt). Peter Lindhorst stellt die Arbeit des in New York lebenden Fotografen ausführlich vor, der Bildteil legt den Schwerpunkt auf die neue Arbeit »Maybe«. Hier also eine Empfehlung für unser Heft! Und natürlich für die Ausstellung, die bis zum 6. September gezeigt wird.

Doppelseite in PHOTONEWS Juli-August 2015
Doppelseite in PHOTONEWS Juli-August 2015

++ Triennale-Ticker Nr. 20 ++

Adrian Paci, Centro di Permanenza, temporanea, 2007
Adrian Paci, aus »Centro di Permanenza temporanea«, 2007

Und dann ist da Hoffnung. Zumindest wird dies in der Ausstellung When there is hope in der Hamburger Kunsthalle suggeriert. Hier hat die Kuratorin Petra Roettig das an das Bibelzitat erinnernde Motto der Triennale »The Day Will Come« auf besondere Weise aufgegriffen und zeigt Formen und Darstellungen des abstrakten Begriffes Hoffnung in Fotografie und Film. Doch tatsächlich geht es oft  um enttäuschte Hoffnungen. Besonders eindrücklich in der Arbeit von Adrian Paci (* 1969), der  in seinem Video eine Gruppe von Menschen zeigt, die erwartungsvoll eine Gangway emporsteigen. Aber es gibt kein Flugzeug, in das sie steigen könnten. Paci, der selbst im Jahr 1997 von Albanien nach Italien auswanderte, benennt mit dem Titel »Centro di Permanenza temporanea« diesen Moment der Verlassenheit und der Ausweglosigkeit als einen permanenten Schwebezustand und als Metapher für die bittere Realität der Emigration (aus der Erklärung in der Ausstellung).

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++ Triennale-Ticker Nr. 19 ++

Blick in die Ausstellung mit einer Arbeit von Peggy Buth
Blick in die Ausstellung mit einer Arbeit von Peggy Buth

Zu den intellektuell anspruchsvollsten Ausstellungen der Triennale gehört When Photography Revises im Kunstverein Hamburg. Skeptiker könnten auch sagen: hier wird’s kompliziert und kopflastig. Aber genaues Hinsehen lohnt. Geht es doch um die »Relevanz des Fotografischen innerhalb zeitgenössicher Diskurse«, wie die Kuratorinnen Bettina Steinbrügge und Amelie Zadeh schreiben. Folgende Fragen zum Medium Fotografie werden in der Ausstellung mit insgesamt 17 künstlerischen Positionen aufgegriffen:  Weiterlesen →

++ Triennale-Ticker Nr. 18 ++

Aurélien Froment, Théâtre de poche, 2007, mit Stéphane Corréas, HD video mit Ton (Kapitel Sharing a Collection)
Aurélien Froment, Théâtre de poche, 2007, mit Stéphane Corréas, HD video mit Ton (Kapitel Sharing a Collection)

Auch im Museum für Kunst und Gewerbe ist eine Hauptausstellung der Triennale zu sehen: When we share more than ever wird unter Fotografiekennern kontrovers diskutiert. Ist diese Gegenüberstellung von aktuellen und zeitgenössischen Bildersammlungen sinnvoll und erhellend oder doch eher beliebig? Macht es Sinn, Stadtszenen aus dem 19. Jahrhundert (Fratelli Alinari) und Andreas Feiningers New York-Bilder der 1940er Jahre mit zeitgenössischer Fotokunst zu konfrontieren, die auf Internet-Medien wie Web-Cams (Jens Sundheim) oder Apple Maps (Regula Bochsler) basieren? Was hat Ai Weiweis Instagram-Blog mit Cartes de visite aus dem 19. Jahrhundert und historischen Portraits aus dem Atelier Diez-Dührkoop zu tun? Und wieso sind Glasdiapositive für Lichtbildvorträge aus dem Bestand des Museums in einem Raum mit Taryn Simons Webprojekt »Image Atlas« aus dem Jahr 2012 zu sehen? Weiterlesen →

++ Triennale-Ticker Nr. 17 ++

Am 20. Juni wurde in der FREELENS-Galerie die Ausstellung Dougie Wallace: »Stags, Hens and Shoreditch Wildlife« eröffnet. Nachfolgend veröffentlichen wir eine gekürzte Fassung der Eröffnungsrede von Peter Lindhorst. Viel Vergnügen beim Schauen und Lesen!

Peter Lindhorst (2.v.l.) und Dougie Wallace (mit Hut) bei der Eröffnung in der FREELENS-Galerie
Peter Lindhorst (2.v.l.) und Dougie Wallace (mit Hut) bei der Eröffnung in der FREELENS-Galerie

Dougie Wallaces Markenzeichen ist ein Hut. Vielleicht ist es ein Zauberhut, der ihn unsichtbar macht, wenn der Schotte immer wieder an den Wochenende in Blackpool unterwegs ist, um den Exzess der Stags and Hens zu fotografieren, jene Tradition des Jungesellensabends, ein Stück Kultur der Arbeiterklasse. Man fragt sich, wie es ihm gelingt, so nahe Szenen völliger Enthemmung in diesem überbordenden Maß zu erschaffen. Liegt es auch daran, dass die Menschen hartgesotten sind, sich nicht darum scheren, vor der Kamera zu posieren. Irgendwann ist alles egal. Mit Alkohol noch mehr. I am not blind just drunk…

Dougie Wallace/INSTITUTE, aus "Stags, Hens and Shoreditch Wildlife"
Dougie Wallace/INSTITUTE, aus »Stags, Hens and Shoreditch Wildlife«

Hamburg. Samstagabend im Mai 2015: Mit der S-Bahn unterwegs von Flottbek zum Hauptbahnhof. An den Landungsbrücken steigt eine Gruppe junger Frauen ein. Acht Frauen mit Hasenohren drängeln sich auf den drei verbleibenden Plätzen meines Abteils. Ich rutsche tiefer in den Sitz und versuche mich hinter meinem Buch unsichtbar zu machen. Gelingt nicht, ich werde angesprochen, man würde eher sagen, angebrüllt. Aus einem Bauchladen möge ich mir doch bitte gegen eine Spende etwas aussuchen: kleine Flachmänner, Süßigkeiten, Kondome. Ich kann mich nur retten, indem ich einen Schnaps abkaufe. Zum Dank wird mir Westernhagens FREIHEIT in einer neuen Textversion vorgegrölt. An der Reeperbahn steigt die Gruppe aus, ich bleibe verstört zurück. Die Flasche landet im Abfallbehälter.

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++ Triennale-Ticker Nr. 16 ++

Ausstellungsansicht. Foto: Daniel Bockwoldt
Ausstellungsansicht. Foto: Daniel Bockwoldt

Die, im besten Sinne des Wortes, schönste Ausstellung dieser Triennale ist im Bucerius Kunst Forum zu sehen. Das Forum –  eine Einrichtung der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, die auch zu den maßgeblichen Förderern der Triennale gehört – ist bekannt für seine besonders gelungenen Präsentationen zu Themen von der Antike bis zur Gegenwart. Dank einer Zusammenarbeit mit Leihgeberm aus der ganzen Welt gibt es hier immer wieder besondere Werke zu sehen.  Auch die Ausstellung Über Wasser. Malerei und Photographie von William Turner bis Olafur Eliasson ist bestens bestückt und bietet einen anregenden Rundgang zur Geschichte der Fotografie und Malerei von 1800 bis zur Gegenwart mit dem thematischen Fokus Wasser. Weiterlesen →

++ Triennale-Ticker Nr. 15 ++

Jürgen Scriba, Airport
Jürgen Scriba, Airport

Zum Abschluss der Festivaltage findet eine Tagung der DFA, Deutsche Fotografische Akademie, im Auditorium im Haus der Photographie in den Deichtorhallen statt. Heute erhielten wir das genaue Programm. Am 28. Juni von 10 bis 17 Uhr  werden folgende Bildpräsentationen und Vorträge geboten:

Jürgen Scriba  Die Kamera ist mein Messgerät
Dörte Eißfeldt  Klasse.Buch. 64 Positionen aus der Klasse Eißfeldt
Silke Helmerdig  Fotografie im Futur Konjunktiv
Eva Schmeckenbecher  ABILICHANGEITÉ – Die Veränderlichkeit eines jeden Teils
Gottfried Jäger  Begriffe der Fotografie
Celina Lunsford  RAY 2015 Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain

Die Tagung ist öffentlich und kostet keinen Eintritt. Das detaillierte Programm gibt es hier.