Bodo Runte: Feldscheunen

Crowdfunding bis 12. April 2017.
Freistehende Kleingebäude auf landwirtschaftlich genutzten Ländereien werden als Feldscheune bezeichnet. Bodo Runte widmet diesen eigenständigen Bauformen mit seinen Schwarzweiß-Fotografien 2017 eine Ausstellung und möchte den begleitenden Katalog mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampagne bei wemakeit finanzieren. Mindestens 1.650 € sollen auf diese Weise finanziert werden. Als Dankeschöns gibt es u. a. Fotocollagen und Fotodrucke. Hier geht es zur Kampagne.

Foto: Bodo Runte
Foto: Bodo Runte

Cameras for Creativity

Crowdfunding bis 25. März 2017.
Die Workshops des Fotografen Eric Vazzoler mit Kindern und Jugendlichen haben wir in PHOTONEWS 2/2017 umfassend vorgestellt. Nun plant Eric weitere Workshops, darunter ein Seminar mit Sehbehinderten in Kasachstan sowie  einen Sechs-Monate-Workshop mit jungen Flüchtlingen in Kehl/Rhein. Um kleine Kameras zu kaufen, die Teilnehmer ausleihen können, hat er eine Crowdfunding Kampagne bei KissKissBankBank gestartet. Mindestens 2.800 € sollen auf diese Weise finanziert werden. Als Dankeschöns gibt es u. a. Postkarten und Prints. Hier geht es zur Kampagne.

Workshop von Eric Vazoller mit Flüchtlingen in Offenburg.
Workshop von Eric Vazzoler mit Flüchtlingen in Offenburg.

Buch: Daily Portrait Berlin

CFpn_2289Crowdfunding bis 24. April 2017.
Mit “Daily Portrait Berlin” setzen die Macher Martin Gabriel Pavel und Marek Kucera ganz auf Crowdfunding. Ihr Buch kann nur während der Kampagne erworben werden. Zu dem Projekt schreiben sie: “Jeden Tag eine neue Person, ein neues Foto, alle mehr oder weniger nackt. Würdest Du dich auch von einem oder einer Fremden fotografieren lassen? Jetzt, nach rund 2 Jahren intensiver Arbeit, sind wir endlich bereit, das Ergebnis des Projektes Daily Portrait Berlin in einem Buch zu präsentieren mit insgesamt 381 Portraits von nackten Berlinern und Berlinerinnen in ihren eigenen Wohnungen.”  Das Buch gibt es für 50 $, das Projekt kann aber auch mit einem Poster für 20 $ unterstützt werden. Hier geht es zu der Kampagne.

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offizin Darmstadt: Lichtdruck 2.0

Otto von Bismarck, Lichtdruck von 1890
Otto von Bismarck, Lichtdruck von 1890

Crowdfunding erfolgreich. 23.073 € erzielt.
Im Sommer 2015 eröffneten Wolfgang Blauert & Holger Lübbe die offizin darmstadt gmbh und schreiben in ihrer Selbstdarstellung: “Hauptmotivation ist der Erhalt des Lichtdruckverfahren und die Liebe zur analogen Fotografie.  Wir möchten in Darmstadt eine Anlaufstelle für alle sein, die sich – wie wir – für diese Techniken und Möglichkeiten interessieren.”  Dazu gehört, dass wieder mit der „Faber & Schleicher 2169″ aus dem Jahre 1897 gedruckt werden soll. Für Transport (fast 6 Tonnen), Aufbau, Ausrüstung und Material haben die Lichtdruck-Experten eine Kampagne bei Kickstarter gestartet. Mindestens 21.690 € sollen auf diese Weise finanziert werden. Als Dankeschöns gab es  u. a. Postkarten, die Produktion einer eigenen Edition (Postkarte oder anderes), 2-Tages-Workshop. Hier geht es zur Kampagne.

Wolfgang, Holger und die Faber & Schleicher 2169 aus dem Jahr 1897
Wolfgang, Holger und die Faber & Schleicher 2169 aus dem Jahr 1897

Eva-Marlene Etzel: «Menschen, die behaupten sich zu lieben»

Menschen, die behaupten sich zu lieben
Foto: Eva-Marlene Etzel

Crowdfunding beendet. 1.761 € erzielt.
Eva-Marlene Etzel, MA-Absolventin der FH Dortmund, hat zur Finanzierung einer Artist Edition und einer Ausstellung im April in München eine Crowdfunding-Kampagne bei Indiegogo gestartet. Zu ihrer Arbeit schreibt die Fotografin:
“Wie kann man etwas Ungreifbares wie die Liebe zwischen zwei Menschen auf einem Bild einfangen? Eine fotografische Annäherung an die Visualisierung eines mystifizierten Gefühls.
Täglich erleben wir Inszenierungen der Liebe. In den Medien kursieren Unmengen an gespielten Bildern glücklich verliebter Menschen. Soziale Netzwerke sind voll davon, die Werbung malt das Bild noch schöner. Ist das die Wirklichkeit, sieht Liebe so aus? Einerseits ist die Liebe das höchste Gut… andererseits scheint sie niemand tatsächlich zu thematisieren. Reichen uns diese Stereotype? Geben wir uns damit zufrieden?
In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit romantischer Liebe als allmächtiges, aber ungreifbares Gefühl zwischen zwei Menschen. Ich thematisiere dabei den Blick der Liebenden aufeinander, auf sich selbst und auf die Beziehung von außen. Ich hinterfrage Realität und Authentizität eines Gefühls, dessen Inszenierung allgegenwärtig ist und erkenne sie in ihrer ganzen Ernsthaftigkeit und Naivität an.”

7.000 € (flexibles Zahlungsziel) sollten mit der Kampagne erzielt werden. Als Dankeschöns gab es u. a. Postkarten, das Künstlerbuch und Prints.  Hier geht es zur Kampagne.

Menschen, die behaupten sich zu lieben
Foto: Eva-Marlene Etzel

Claudius Schulze: STATE OF NATURE

Claudius Schulze, Oosterscheldekering, The Netherlands.
Claudius Schulze, Oosterscheldekering, The Netherlands.

Crowdfunding erfolgreich. 21.637 € erzielt.
Und wieder ein Fotobuch, das mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampagne realisiert wird: Ein relevantes Thema (Naturkatastrophenschutz als Teil des Landschaftsbildes in Europa), ein begabter Fotograf (Claudius Schulze) und Gestalter (Sybren Kuiper), kluge Texter (Oskar Piegsa, Thomas Glade) und ein engagierter Verlag (Hartmann Projects),  das sollte doch was werden! Darum geht es: «Hallo, ich bin Claudius Schulze, Fotograf aus Hamburg. Ich habe mich aufgemacht, den Naturzustand in Europa zu dokumentieren. Ich habe einen alten Kran gekauft, meine Katze und 4×5“ Großformatkamera eingepackt und durchkreuzte 50.000 km lang den Kontinent, um zu zeigen, wie sehr Naturkatastrophenschutz Teil des Landschaftsbildes geworden ist. Ich fotografierte Deiche, Dünen und Sturmflutwehre an Nordsee und Atlantik, Lawinenverbauung, Steinschlaggallerien und Dämme in Alpen und Pyrenäen und Deiche entlang den großen Flüssen. Meine Fotos sind eine bildliche Erkundung, die zeigt, wie diese Bollwerke gegen Klimawandel und drohende Katastrophen untrennbarer Teil der idyllischen europäischen Landschaft geworden sind.»

Mindestens 17.500 € sollten mit der Kampagne bei KickStarter finanziert werden. Als Dankeschöns gab es u. a. das Buch, Prints oder auch ein Abendessen mit dem Fotografen auf dem Hausboot… Zur Kampagne geht es hier.

Claudius Schulze, Lac d'Émosson, Switzerland
Claudius Schulze, Lac d’Émosson, Switzerland

Buch: «Crossing Frontiers – North Korea’s Great Unknown» von Martin von den Driesch

Finanzierung vom Initiator abgebrochen.
Nordkorea, 10. August 2014: Gegen Mittag erreicht die Reisegruppe den Gipfel des Paektusan im nordkoreanisch-chinesischem Grenzgebiet. Der Paektusan wird von allen Koreanern als mystischer Ort verehrt, als Gründungsstätte der koreanischen Nation. Hier gelingt Martin von den Driesch ein Foto, das bis heute zu einem Lieblingsmotiv seiner Korea-Expedition zählt: Die Soldatin auf dem heiligen Berg Paektusan, schühtern vor der Kamera stehend, den direkten Blick vermeidend. Sie hat erstaunlicherweise nicht ablehnend auf den Vorschlag des Fotografen reagiert – mehr gestikulierend denn per Sprache vermittelt – ihm einige Meter zu folgen, um den perfekten Hintergrund (Himmelssee und China!) zu haben. Schnell eine Handvoll Bilder gemacht, bevor es wieder von Seiten der government minders tönt: «No more photos, Martin. Come on, let’s go!». Mehr Informationen zu der Serie im Video.

Martin von den Driesch zeigt seine Nordkorea-Fotografien vom 3. bis 23. März 2017 im Atelier für Photographie in Berlin. Zudem plante er eine Buchpublikation, die mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter finanziert werden sollte. Mindestens 6.750 € sollten zusammen kommen. Hier geht es zur Kampagne.

Martin von den Driesch: Deleted I (Foto von Grenzsoldaten innerhalb der DMZ. Die Datei musste beim Grenzübertritt gelöscht werden, konnte aber später wieder hergestellt werden)
Martin von den Driesch: Deleted I (Foto von Grenzsoldaten innerhalb der DMZ. Die Datei musste beim
Grenzübertritt gelöscht, konnte aber später wieder hergestellt werden.)

Buch «Wüstungen» von Anne Heinlein und Göran Gnaudschun

Foto: Anne Heinlein, aus "Wüstungen"
Anne Heinlein, Groß Grabenstedt I, Landkreis Salzwedel/Sachsen-Anhalt, erstmals urkundlich erwähnt: 1291, gewüstet: 1986

 

Crowdfunding erfolgreich. 12.785 € erzielt.
«Wüstungen», das sind geschleifte Orte an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, die zwischen 1952 und 1988 dem Erdboden gleichgemacht wurden. Es gab Ortschaften, die das freie Schussfeld gestört haben, die schlecht zu bewachen waren oder die einfach zu nah an der Grenze standen – vom Einzelgehöft bis zum ganzen Dorf. Viele der Bewohner wurden zwangsumgesiedelt und haben so ihre Heimat verloren.
Anne Heinlein und Göran Gnaudschun haben diese Orte aufgesucht und Anne Heinlein hat dort mit ihrer Großformatkamera fotografiert. Für die  Arbeit werden auch Bilder aus den Privatalben der Bewohner und aus staatlichen Archiven verwendet. Es gibt Dokumente, die die geheimen Aktionen beleuchten und Texte von Göran Gnaudschun, die aus Erinnerungen von ehemaligen Bewohnern, dem eigenem Erleben in der Gegenwart vor Ort und dem Bezug zur administrativen Ebene ein Geflecht von sehr individuellen Bezügen zu den Orten schaffen.

«Wüstungen» erscheint am 8. Januar 2017 zur Eröffnung der gleichnamigen Ausstellung im Haus am Kleistpark in Berlin. Das wird vom Distanz Verlag in Berlin verlegt (176 Seitem, matt gestrichenes Papier, Fadenheftung. Offsetdruck, 1000 Exemplare, Deutsch mit englischer Übersetzung).

Zur Finanzierung haben Anne Heinlein und Göran Gnaudschun eine Crowdfunding-Kampagne bei Vision Bakery gestartet. Mindestens 11.900 € sollten auf diese Weise finanziert werden. Als Dankeschöns gab es u. a. das Buch (auch als Vorzugsausgabe), Postkarten oder einen Workshop. www.visionbakery.com/wuestungen

aus "Wüstungen"
Göran Gnaudschun und Anne Heinlein, Ringelreihe, Billmuthausen, späte 1930er-Jahre

Bildband «Wutanfall» von Christiane Eisler

16083005nCrowdfunding erfolgreich. 31.881 € erzielt.
Die Leipziger Fotografin Christiane Eisler hat sich schon während ihres Studiums an der HGB Leipzig der Punkbewegung in der DDR gewidmet. Ihre Diplomarbeit «Ich trage ein Herz mit mir herum» wurde allerdings nach der Verteidigung, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, im Giftschrank der Hochschule verschlossen. In den folgenden Jahren wurden einige Ausstellungen verboten und abgehängt. Doch Christiane Eisler fotografierte weiter – bis zu Portraits der jüngsten Zeit, die Spuren des gelebten Lebens nachzeichnen und Vergleiche mit den alten Bildern ermöglichen.

Die Fotografien, aber auch Texte, Zeichnungen, Unterlagen – auch die der Stasibehörde – sollen  nun der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Im April 2017 findet eine erste Ausstellung in der Galerie KUB in Leipzig-Connewitz statt, die in Zusammenarbeit mit dem soziokulturellen Zentrum naTo gezeigt wird. Zu dieser Ausstellung ist ein Katalog geplant, den Christiane Eisler mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampage bei Vision Bakery finanziert. Mindestens 27.975 Euro sollten auf diese Weise finanziert werden. Als Dankeschöns gab es u. a. den Katalog, Sondereditionen, Postkartenserien, Fotosessions und auch die Ausstellung als Leihgabe.  www.visionbakery.com/Wutanfall

Foto: Christiane Eisler
Foto: Christiane Eisler

Tarzipan Books: ABC Photography

Crowdfunding erfolgreich. 9.363 € erzielt.
Über die erfolgreichen fotografischen Kinderbücher von Jan von Holleben haben wir in Photonews Mai 2016 bereits berichtet. Wie erwähnt, startet er zusammen mit seinem Bruder Marius mit TARZIPAN BOOKS bald  einen eigenen Kinderbuchverlag – unter dem Motto „Smart photo books for curious kids“. Das erste Buch, „ABC Photography“, mit 26 Arbeiten unter anderem von Alec Soth, Nan Goldin, Peter Lindbergh, Wolfgang Tillmans und Martin Parr soll auf 64 Seiten in die weite Welt der Fotografie einführen. Zur Unterstützung der Finanzierung fand eine Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter statt. Mindestens 7.500 € sollten hier zusammenkommen, als Dankeschöns gab es u.a. das Buch, Postkarten-Sets, Poster, Einladungen zu Launch-Parties und Sondereditionen des Buches mit Beigaben der beteiligten Fotografen. Hier geht es zur Kampagne.

Marius und Jan von Holleben
Marius und Jan von Holleben