Shortlist zum “Paris Photo–Aperture Foundation PhotoBook Award”

Zweifellos gibt es viele Wettbewerbe für Fotobücher. Als einer der wichtigsten gilt zu Recht der “Paris Photo–Aperture Foundation PhotoBook Award”, der 2012 ins Leben gerufen wurde. (Viele der dort vorausgesuchten Bücher finden sich am Ende des Jahres auch auf den diversen „wichtigen“ Best of-Listen wieder.) Im letzten Jahr gewann Oliver Sieber mit seinem großartigen Buch „Imaginary Club“ über Protagonisten der Sub- und Clubkultur den Preis. Auch Nicoló Degiorgis wurde bei den Erstlingen mit seinem fulminanten Buch „Hidden Islam“ ausgezeichnet, das einen mit seinem Thema und der schlüssigen Umsetzung jedes Mal aufs Neue umhaut, wenn man darin blättert.

Auf der NY Art Book Fair wurde nun dieser Tage die Shortlist bekanntgegeben, bei der eine Expertenrunde aus einer Vielzahl von Einsendungen ihre Vorauswahl getroffen hat. 35 Bücher sind dazu in drei Kategorien gewählt worden: „First PhotoBook“, „PhotoBook of the Year“, und, erst letztes Jahr als dritte Rubrik eingeführt, „Photography Catalogue of the Year“.

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Buchprojekt von Doug DuBois My Last Day at Seventeen

DougDubois, Jumping the Wall, Russell Heights, Cobh, Ireland, 2010
DougDubois, Jumping the Wall, Russell Heights, Cobh, Ireland, 2010

Crowdfunding erfolgreich. 31,836 US $ finanziert.
Die sensiblen Familienbilder des US-amerikanischen Fotografen Doug DuBois stellten wir 2008 in PHOTONEWS vor. Nur ein Beispiel seiner besonderen Qualität als Portraitist und Essayist. Seine seit 2009 in Irland fotografierte Serie “My Last Day at Seventeen” über eine Gruppe heranwachsender Teenager soll nun in einem Buch erscheinen. Der Verlag Aperture (New York) hat hierzu eine Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter gestartet. Bis zum 12. April sollen mindestens 27.000 US Dollar eingesammelt werden. Das Geld dient vor allem zur Finanzierung einer Sonderedition für die fotografierten Menschen. Als Dankeschöns gibt es u. a. signierte Exemplare des Buches. Siehe: www.kickstarter.com/projects/aperturefoundation/my-last-day-at-seventeen-by-doug-dubois

The Photography Workshop Series.

Larry Fink on Composition and Improvisation. Links das Foto: Pat Sabatine’s Eight Birthday Party
Larry Fink on  Improvisation and Composition. Rechts: Pat Sabatine’s Eight Birthday Party

„This is a famous picture that I take a long time ago. It’s an extraordinary photograph. One of the reasons this picture is so heralded is because it’s about more than the subject matter, it’s about the nature of photography.“ So leitet Larry Fink eine Beschreibung zu seinem Bild „Pat Sabatine’s Eight Birthday Party“ aus seiner großartigen Serie „Social Grace“ ein.

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Rinko Kawauchi. Ametsuchi.

Rinko Kawauchi ist zu beneiden. Sie hat Träume, die sich von selbst zu verwirklichen scheinen. Bereits als Kind träumte sie davon, außergewöhnlich Bücher machen zu wollen. Das ist ihr jetzt wieder mal eindrucksvoll gelungen. Das Thema des neuen, wunderbaren Buches geht ebenfalls auf einen konkreten Traum zurück, den die japanische Fotografin vor langer Zeit hatte – einen mächtigen, unheimlichen Traum. Als sie ein halbes Jahr später vor dem Fernseher saß, erkannte sie dort ein Bild des Traumes wieder. Die Szene bestand aus Menschen und Pferden, die sich auf einer grünen Wiese vor einem großen Berg befanden – an einem Ort namens Aso. Die Fotos des neuen Buches sind, man ahnt es, in jenem Aso, einer Stadt im Süden Japans, aufgenommen. Das letzte Bild zeigt tatsächlich eine grüne Hügellandschaft, in der sich Menschen und Pferde befinden.Weiterlesen →

Martin Parr. Life’s a Beach.

Das Erscheinen des Buches „The Last Resort“  im Jahr 1985 zog einen Sturm der Entrüstung nach sich. Darin ist eigentlich schon alles versammelt, was die spätere Ästhetik und Themenauswahl von Martin Parr ausmachen sollte. Der englische Fotograf führte auf dem Höhepunkt der Thatcher-Ära Szenen  aus dem Seebad New Brighton vor, von dessen Prachtfassaden die Farbe abblätterte und  in dem Familien der englischen Arbeiterklasse an den vermüllten Badestränden in der Sonne rösteten. Das konnte nur heftige, ablehnende Reaktionen zur Folge haben: eine voyeuristische bzw. zynische Vorgehensweise wurde dem Fotografen vorgeworfen. Es war der Grundstein zu einer großen Karriere. „Ich bin süchtig nach Stränden“, sagt Martin Parr von sich. Jetzt, viele Jahre und unzählige Buchveröffentlichungen später, frönt er erneut seinem Lieblingsthema.

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